Liebes Marketing...

Worüber Agenturen über Weihnachten nachdenken sollten

von Ralf Schwartz
22.12.2011 - 11:26 Uhr

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Social Networks

 

Angela Ahrendts, CEO Burberry, über die disruptiven Veränderungen, die das Smartphone mit sich bringt. Wiedermal sind die Menschen schneller als viele Unternehmen.

Vor Jahren las ich bei Jan Chipchase, der damals für Nokia als forschender Photograph und Trendscout durch die (asiatischen und afrikanischen) Lande zog, er hätte in einer Studie ermittelt, dass alle Menschen gemeinsam nur 3 Dinge bei sich tragen: Schlüssel, Geld, Telephon.

Inzwischen wissen wir nicht nur, wie wahr das besonders für das Telephon ist, bzw. ahnen, wie bald Schlüssel und Geld im Telephon verschwinden können, sondern wissen auch, wie 'intelligent', smart und connected dieses Telephon inzwischen geworden ist.

Aber haben Agenturen und Marketing daraus schon die notwendigen - und vor allem richtigen - Schlüsse gezogen? Muß eine Agentur heute überhaupt soweit denken, wie diese Gedanken die Agentur führen könnten? Ist das Marketing am Ende seiner Weisheit und seines Tellerrandes, sobald es den disruptiven Gedanken des Smartphones zu Ende denkt?
Müssen Unternehmen sich nicht aufgrund des Smartphones und seiner Möglichkeiten vollkommen neu aufstellen?

Blödsinn?

Hm, genau deshalb sollten Agenturen und Marketing über Weihnachten einmal die folgenden 2min Video reflektieren, jedes einzelne Wort aufsaugen, inhalieren, mit individuell eigener Bedeutung, eigenem Kontext, eigener Zukunftsfähigkeit anreichern:

Smartphones Changing Marketing Strategies
- Angela Ahrendts, CEO Burberry

  

Der Schritt zu einer interaktiven Website, zu wahrem Content und Dialog (und nicht nur plakativer Produktpreisung) ist der erste Schritt. Der Bestellvorgang über das Netz vielleicht der Zweite. Feedback nehmen und geben der Dritte. Oder alle gleichzeitig!? Der Sprung auf die mobile Site, auf Smartphone oder in die App!? Das alles wird zu kurz gesprungen sein.

Zuallererst wird man über Angelas Gedanken sinnieren, die Konsequenzen für sich selbst, seine Marke, sein Business ziehen müssen. Das Netz ändert alles, das Netz aber im Smartphone integriert und verfügbar ändert erst recht alles.

Klug wäre, sich diese Gedanken jetzt zu machen. Die Disruption zum Wettbewerbsvorteil zu machen. Die Disruption zum eigenen Vorteile zu nutzen. Was bewegt den potentiellen Kunden wirklich? Wie kann ich ihn bewegen? Welchen einzigartigen Vorteil kann ich ihm bieten? Wie kann ich ihr oder ihm distinktiv vorangehen?

Für mich sind das die absoluten Kernaufgaben des Neuen Marketings, der Neuen Agentur. Das Smartphone könnte die Neue Singularität sein, die Essenz der Dinge, die Nadelspitze, auf der Erfolge gefeiert werden ... sich wiedermal die Spreu vom Weizen trennen wird.

In diesem Sinne: Ein besinnliches Fest!

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Über Autor und Kolumne

Ralf Schwartz

Ralf Schwartz

Ralf Schwartz ist Leadership Strategist und Co-Initiator von "The Third Club". Zusammen mit Club-Co-Initiator Thomas Koch führt er die Agentur-Beratung Craft&Vision. Diese Kolumne beruht auf dem C&V-Blog.